Vorbereitung auf das Tätowieren

 

Vermeide für einigen Wochen intensive Sonnenbäder und Solarium (oder decke die zu tätowierende Stelle ab), damit die Haut nicht gereizt oder zu dunkel ist. Dann erkennt man beim Tätowieren Details im Motiv besser.  Es sollten 3-14 Tage zuvor keine blutverdünnende Medikamente eingenommen werden (je nach Stärke) , da es sonst zu ungewollten stärkeren Blutungen oder eventuell auch zu verspäteten großflächigen "Blow-Out-Effekten" kommen kann. Prüfe mit deinem Arzt, ob deine Medikamente (z.B. Kortison) in irgendeiner Weise gegen ein Tätowieren sprechen. 

Du solltest ausgeschlafen, entspannt und ohne Zeitdruck zu deinem Termin kommen.

Auf gar keinen Fall mit nüchternen Magen erscheinen, da es sonst zu Kreislaufproblemen kommen kann, bring gern auch deine zuckerhaltigen Lieblingssnacks (Banane, Schoki und co) und etwas zu trinken mit. Gern auch deine Lieblingsmusik mit Kopfhörer.

 

Komm frisch geduscht und bereite die zu tätowierende Stelle vor, indem du am Vortag evtl. alte Hautschichten entfernst und bei Bedarf die Stelle bereits rasierst. So hat sich die Haut vor der Sitzung bereits wieder beruhigt.

Einen Tag vor dem Termin solltest du keine Drogen, Schmerzmittel oder exessiv Alkohol konsumieren. 24 h vor der Sitzung nicht zuviel Kaffee trinken, auch das würde die Blutung verstärken. Das behindert den Tätowierprozess und zieht ihn unnötig in die Länge, da sich die Farbe nur sehr schlecht und fast überhaupt nicht gleichmäßig in die Haut einbringen lässt. 

 

Gesundheit ist Voraussetzung

 

Solltest du eine durch Körperflüssigkeiten übertragbare KRANKHEIT haben (wie z.B. HIV oder Hepatitis), kann  ich dich unter Umständen nicht tätowieren. Ich würde nicht nur mich sondern auch andere Menschen gefährden. Fairness ist hier wichtig!

 

Wenn du an EPILEPSIE leidest oder Bluter bist, solltest du ebenfalls aufs Tätowieren verzichten. Es kann sonst zu einem Kollaps oder Blutverlust kommen.

SCHWANGERE und junge Mütter sollten bis zum Abstillen auf das Tätowieren verzichten, da die möglichen Auswirkungen durch das Tätowieren (Endorphin und Adrenalinausschüttung) auf den Fötus nicht bekannt sind.

Informiere mich vor dem Festlegen des  Tattotermins über eventuelle Allergien.

 

Hast du gesundheitiche Einschränkungen, sprich mit deinem Arzt. Er kann dir am besten sagen, wie du dich inbezug auf deine Mediakamentierung auf einen invasiven Eingriff wie das Tätowieren vor- und nachbereiten kannst.

Hier noch einige nähere Informationen zu Kontraindikationen fürs Tätowieren:

 

NEURODERMINTIS  in einer schweren Form ist eine Kontraindikation für ein Tattoo, auf der erkrankten Haut sollte nicht tätowiert werden.

 

Personen, die KORTISON  nehmen, besonders, wenn sie es gespritzt bekommen, müssen oft mit verlaufenden Tattoos rechnen, das wäre ein Grund, davon abzuraten.

 

Antibiotika hemmen den Heiungsprozess durch erhöhtes Infektionsrisiko. 14 Tage nach der letzten Tablette ist es wieder unbedenklich.

 

Bei HERZ-KREISLAUFERKRANKUNGEN oder geschwächtem IMMUNSYSTEM ist ein Tattoo nicht zu empfehlen, da diese Prozedur Stress für den Körper erzeugen kann.

 

HIV, HEPATITIS: Eine eventuelle Ansteckung möchte jeder Tätowierer für sich selbst schon vermeiden, es wären besondere Vorkehrungen nötig. Nicht gegen jede Krankheit kann er/sie sich impfen, deshalb sollte ein infizierter Kunde fair sein und seine Erkrankung offenbahren. Besonders gefährlich ist HEPATITIS C, weil man sich dagegen nicht impfen kann- wie z.B. bei Hepatitis B und D. Wird die Krankheit nicht schnellsten erkannt und behandelt, kann es zu lebenslangen Komplikationen oder auch einem tödlichen Ende des Infizierten führen. DAS ist der wichtigste Grund, warum in einem sauberen Tattoostudio ständig desinfiziert wird...

 

DIABETIKER sollten vor dem Tätowieren eigenverantwortlich einen Arzt konsultieren, um sich eine Unbedenklichkeit für das Tätowieren bestätigen zu lassen. Außerdem:

1. den Blutzucker vor und während des Tätowierens messen  und mit einem guten Wert dabei sein

2. Traubenzucker dabei haben. Wichtig ist das Messen zwischendurch.

Durch das Tätowieren wird der Körper unter Stress gesetzt. Dadurch kann es bei manchen Menschen passieren, dass der Blutzucker steigt oder auch sinkt. Deshalb auch Traubenzucker dabei haben. Bei längeren Tattoositzungen sollten am besten zwischendurch Pausen gemacht werden, in denen man etwas Essen kann und sich etwas erholen kann.

Diabetis zeigt sich oft durch Durchblutungsstörung, trockene Haut, Hauterkrankungen, eine verzögerte Wundheilung und ein geschwächtes Immunsystem. Deshalb kann das Abheilen der frisch gestochenen Tätowierung doppelt so lang dauern, wie bei einem gesunden Menschen. Dennoch muss man als Diabetiker nicht pauschal auf den bunten Hautschmuck verzichten.

 

Einverständniserklärung und Ausweis

 

Jeder der von mir tätowiert wird, unterschreibt eine EINVERTSTÄNDNISERKLÄRUNG und bestätigt seine Gesundheit. Bring dafür bitte den PERSONALAUSWEIS mit. Ich tätowiere grundsätzlich nur Personen, welche das Alter von 18 Jahren bereits erreicht haben.

16 Jährige können u.U. mit Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten incl. Ausweisvorlage, Vorlage des eigenen Ausweises und Anwesenheit eines Elternteiles tätowiert werden.

 

 

Schmerzhypnose

 

Schmerzhypnose ist für viele eine gute Möglichkeit, das Tätowieren zu einer entspannteren Prozedur werden zu lassen. Es wird nicht schmerzfrei, aber die Hypnose hilft, dich nicht auf den Schmerz zu fokussieren. Wir können vor dem Tätowieren testen, ob du dafür geeignet bist. Dafür würden wir insgesamt dann etwas mehr Zeit benötigen.

 

Wundsalbe kaufen

 

Kauf dir eine Wundheilsalbe (siehe Unterseite Tattoopflege).  Z.B. Tattoocreme aus der Apotheke

Garnesha:  Eines meiner ersten Tattoos aus meiner Ausbildungszeit in Thailand.